Im Gegensatz zu Fussball ist Bergsteigen eine defensive Sportart. Wer beim Fussball gewinnen will muss ein Goal erzielen.
Wer beim Bergsteigen gesund nach Hause zurückkehren will sollte wenn immer möglich kein Goal erhalten.
(Zitat © by Stefan Wullschleger)









Mittwoch, 6. September 2017

DOLOMITEN UND MONTAFON
17. JULI - 1. AUGUST 2017
 
Zwei Wochen verbrauchten wir in den Dolomiten zuerst in Canazei. Leider war das Wetter nicht immer ganz so stabil und es hatte bereit schon sehr viele Leute unterwegs. Deshalb legten wir den Schwerpunkt auf Wanderungen. Am stabilsten Tag der Woche waren wir dann am Klettersteig über den Marmolada W-Grat unterwegs. Mit Zu- und Abstieg gibt das eine komplette durchaus reizvolle Hochtour. 
 

Langkofel-Gruppe
 
Marmolada, höchster Dolomitengipfel
 
Die Seilbahn zur Pian Fiacconi
hat antiquarischen Wert!
 
Klettersteig Marmolada W-Grat
 
Klettersteig Marmolada W-Grat
 
 
Anschliessen waren wir in Molveno am schönen gleichnamigen See, in der östlichen Brentagruppe. Die Zustiege zu den steilen Brentagipfeln waren für Tagestouren zu lange.
Hingegen gabe es auch hier schöne Wanderungen einen Ausflug nach Trento und eine tolle Klettertour im oberen Sarcatal. Daneben lockten zahlreiche Seen zu baden.
 
Der eindrückliche Turm der Guglia di Brenta
vom Croz dell'Altissimo

Trento
 
Lago di Toblino
 
"Sole e Pioggia" im oberen Sarcatal
 
Molveno am Lago di Molveno
 
 
Die letzten Tag der Ferien war wir noch im Montafon wo wir in Schruns einquartiert waren.Zuhinterst in den Gargellen, waren wir am "Vaude Klettersteig" auf den Gargäller Chöpf,eine tolle Erfahrung an einem doch recht anspruchsvollen Klettersteig.
 
 

 

 
 


 

TOUR MONTE ROSA
AUF WALSERWEGEN VOM SAASTAL NACH ZERMATT
9. - 15. JULI 2017

Ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung. Eigentlich wollte ich das Trekking immer im Herbst unternehmen. Dann wen es stiller wird in den Bergen - doch viele italienische Unterkünfte schliessen bereits Mitte September.
Dank wertvollen Tipps von Bernhard Banzhaf (www.banzhaf.org) waren wir auf einer landschaftlich sehr reizvollen Route, weiter südlich als die Hauptroute, unterwegs.
Die ersten zwei Tage über Monte Moro Pass und Colle del Turlo, war das Wetter noch bedeckt und es war leider nichts vom grossartigen Panorama auf die Ost- und Südseite des Monte Rosa zu sehen. Danach wurden wir von schönem Wetter und angenehmen Temperaturen verwöhnt. Schmucke Walsersiedlungen, wie im Heimatmuseum und gastfreundliche Unterkünfte mit kulinarischen Feinheiten rundeten das Erlebnis ab.

Monte Moro Pass

Eindrückliche Weganlage am Colle del Turlo

Walserhaus in Peccia - Val Vogna

Rifugio Alpenzù

Antipasti

Mont Blanc von Péntecoll

Breithorn von Plan de Veraz

Unterweg zum Col Nord des Cimes Blanches

Grand Lac mit Gobba di Rollin

Harter Kontrast im letzten Anstieg zum Theodulpass

z'Horu vom Theodulpass

Sonntag, 3. September 2017

VERNISSAGE TOPOFÜHRER URNER,GLARNER UND TESSINERALPEN
MITTWOCH 7. JUNI 2017
 
Lieber spät als gar nie, hier noch ein kleiner Beitrag von unserer schönen Vernissage bei Bergsport Bächli in Basel. www.baechli-bergsport.ch
An dieser Stelle herzlichen Dank für die Gastfreundschaft und den feinen Apèro! Es war ein gelungener Abend mit viele bekannte Gesichter.
Mit viel Freude und Stolz können wir sagen die Topoführer sind eine Erfolgsgeschichte. Der Walliser- und der Bernerführer sind bereits in der 3. Auflage, der Bündnerführer in der zweiten und vom neuen Führer Urner, Glarner und Tessineralpen sind bereits mehr als1000 Exemplare verkauft. Ideen- und Projekt sind noch weiter vorhanden.
 



Montag, 5. Juni 2017

SASIONSCHLUSS SKITOUREN - WANDERUNG IM BERGFRÜHLING
 
Nicht ganz unerwartet meldete sich gegen Ende der Skitourensaison noch ein paar mal der Winter zurück. So gab es noch ein paar schöne Pulverschneeabfahrten die mehr an Hochwinter als an Frühlingstouren erinnerten. Am Wochenende vom 1. Mai waren wir am Julierpass unterwegs, der Piz Lagrev bot uns neben prächtiger Aussicht auch schöne Pulverschneeverhältnisse. Was für ein Vergnügen!
 
Blick zum Lej dal Segl, darüber die Bergeller Berge
von der Monte Disgrazia bis zum Pizzo Badile
 
Pulverschneeabfahrt im Banne des formschönen Piz Polaschin
 
 
Eine Woche später war ich mit der Sektion Angenstein des SAC als Tourenleiter unterwegs. Der Komfort der neue Monte Rosa Hütte begeisterte uns fast so wie die tollen Skitouren. Vom Klein Matterhorn zum Breithorn, weiter via Schwarztor, Schwärzegletscher zur Monte Rosa Hütte. Steil und heiss war der Schlussanstieg - das Bier danach wohlverdient. Am nächsten Morgen zogen wir fast alleine unsere Spuren zur Cima di Jazzi. Die schöne Abfahrt im Pulverschnee über den Findelengletscher war der Lohn für den langen Anstieg.
 
Am Gipfel des Breithorn
 
Abfahrt über den Schwärzegletscher
 
Monte Rosa Hütte, von aussen...
 
...und von Innen
 
Morgenstimmung im Aufstieg zur Cima di Jazzi
 
Pulverschneeabfahrt über den Findelengletscher
 
 
 
Für die letzte Skitour wählten wir dann bewusst wieder ein ruhiger Ecke. Schön und gemütlich war es im Berggasthaus Göscheneralp bei Seraina und Dan! Das Yak-Steak zum Nachtessen sehr fein und die Skitour aufs Müeterlishorn verwöhnt uns mit prächtigen Sulzverhältnissen. Schon fast traditionsgemäss gab es dann noch ein Bad im Sempachersee.
 
Berggasthaus Göscheneralp
 
Yak-Steak im Teller
 
Auf dem Gipfel des Müeterlishorn
 
Sulzabfahrt - Saisonschluss
 
Anfang der Badesaison im Sempachersee
 
 
Am Pfingstsamstag zog es uns zu einer Wanderung vom Justistal auf Sigriswiler Rothorn und über den Sigriswiler Grat zurück ins Justistal. Eine aussichtsreiche Wanderung mit prächtiger Flora. Der Sommer darf kommen wir freuen uns aufs Wander, Klettern und Hochtouren, nicht zu Letzt auch auf ein paar erfrischende Bäder.
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 

Sonntag, 21. Mai 2017

VERNISSAGE HOCHTOUREN-TOPOFÜHRER
URNER, GLARNER UND TESSINER ALPEN
 
Irgendwann im Jahre 2006 fragte mich Dani Silbernagel ob ich Lust hätte an einem Hochtouren-Topoführer für die Walliser Alpen mit zu arbeiten. Im Mai 2010 erschien dann unser erster Führer der Walliser Alpen. Von diesem sowie vom Berner Alpen ist bereits die 3 Auflage erschienen, vom Bündner Alpen Führer erscheint demnächst die 2. Auflage.

Am 7. Juni ist es soweit, dann erscheint der letzte Führer dieser Reihe f
ür die Schweiz, der Führer für Urner, Glarner und Tessiner Alpen. Ein Führer ohne bekannte 4000er Anstiege dafür mit vielen unbekannten Perlen. Wer Lust hat kommt an die Vernissage.

Was folgt danach?...natürlich werden wir weiter in den Schweizer Alpen unterwegs sein, um unsere Führer auf dem guten Standard halten zu können und die eine oder andere neue Tour einfliessen zu lassen.
Daneben gibt es noch zahlreiche andere Projekte - langweilig wird es vorerst nicht.


ein Teil der "Produktions-Küche"

Das sehr schöne Ergebnis



Pressetext
 
 

Samstag, 6. Mai 2017

DAS TRAGISCHE UNGLÜCK VON UELI STECK – EIN PAAR GEDANKEN EINES DURSCHNITT-ALPINISTEN

Nun auch ich!...
Es wurde viel geschrieben über das tragische Unglück von Ueli Steck. Schönes, unschönes und zynisches! Grund meine Gedanken in die „Öffentlichkeit“ zu tragen ist der Artikel im Tagesanzeiger von Jean-Martin Büttner
http://www.tagesanzeiger.ch/…/keine-trauer-n…/story/31775034
Wenn ich oben das Wort zynisch erwähnt habe dann meine ich diesen Artikel.
Ich hoffe Herr Büttner muss nie eine solche Schlagzeile beim Verlust eines engsten Angehörigen lesen! Spätestens dann sollte er bemerken wie fehl am Platz dieser Titel ist. Als Journalist würde ich persönlich nur über Sachverhalte schreiben von denen ich auch ein entsprechendes Fachwissen habe – das geht Herr Büttner nun mal in diesem Fall definitiv ab. Als kleines und harmloses Beispiel. „die noch gefährlichere Route zu nehmen“ – Herr Büttner kennt den Unterschied zwischen gefährlich und schwierig nicht!

Nun zu meinen wirklich persönlichen Gedanken.
Ich erlebte Ueli Steck in einigen Vorträgen als humorvollen, bescheidenen Referenten der sehr gut, seine zum Teil jahrelange, minutiöse Vorbereitung auf seine Ziele beschreiben konnte.
Wenn ich seine Bücher las musst ich mir oft den Blick in den Spiegel gefallen lassen – bereite ich mich proportional auch so gut auf meine Bergtouren vor?...tun das andere Alpinisten denen ich unterwegs begegne auch?...hart gesagt wohl kaum!
Wenn sich alle Alpinisten wie Ueli Steck auf Ihre Touren vorbereiten würden, dann würde es bedeuten weniger Unfälle geben.


Nun ja Speed-Begehungen und Alleingänge sind möglicherweise nicht das beste Vorbild. Eine Eigernordwand schnell, sicher und seilfrei zu klettern hilft in grosser Höhe, ähnliche Tempi zu gehen. In einer Zone wo Schnelligkeit sehr viel mit Sicherheit zu tun hat!...und Sicherung fast nur noch in durch die persönlichen Sicherheit ersetzt werden kann. Jeder mündige Alpinist muss diese Feinheiten auseinanderhalten können – Ueli Steck hat diesen Weg kompetent und konsequent eingeschlagen.

Ein zweiter Blick in den Spiegel – wie oft bin ich schon in äusserst fragwürdigem, brüchigem Gelände angeseilt am kurzen Seil unterwegs gewesen. Genauso auf Eistouren bei guten Verhältnissen oder an einem kurzen Gipfelgrat auf einer Skitour, ab und zu auch seilfrei!...es muss nicht der Nuptse sein wo ein Fehltritt verheerende Konsequenzen hat!
Wenn ein sogenannter Spitzenmanager, an einem „stressbedingten“ Herzinfarkt oder Magengeschwür stirbt, oder gar einen Siuzid wählt wird das von der Gesellschaft mehr oder weniger akzeptiert. Ueli Steck hat einen ganz wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlich Akzeptanz des Alpinismus geleistet – offensichtlich können hier nicht alle mit dem Begriff Restrisiko umgehen. Glück und Pech liegt im Leben oft ganz nahe zusammen. Ich durfte das, zum Glück!!!, ganz persönlich erleben – habe auf einer ganz normalen Skitour bei einem dummen Sturz einen Genickbruch überlebt!...

Ueli Steck hat mich in Bezug auf Training, mentale Tourenvorbereitung und Risikomanagement inspiriert. Ein bemerkenswert sympathischer und zugänglicher Spitzenalpinist ist von uns gegangen. Meine Gedanken sind auch bei seiner Frau, seiner Familie und seinen Freunden. R.I.P. Ueli Steck

Donnerstag, 27. April 2017

VAL VARAITA - GERSTEL - LUKMANIERPASS
 
 
Im zweiten Teil der Skitourensaison war ich unter anderem mit einer tollen Gruppe für eine Woche im Val Varaita unterwegs - ein echt toller Geheimtipp!...
 
Ob solche öffentlich ins Netz gehören war lange Zeit meine Gewissensfrage - ich habe mich aufgrund der herzlichen Gastfreundschaft die wir erfahren durften dazu entschlossen hier zu schreiben. Oft ist für die Einwohner des kaum erschlossenen Tals der wenige Tourismus, speziell im Sommer, eine wichtige Einnahmequelle und hält auch junge Leute im Tal.
 
Das Tourenangebot ist riesig und reicht von Touren von 700 - 1800 Höhenmeter.
Zuerst waren wir fast zu hinterst im kleine Seitental Valle di Bellino. Im Agritourismo Lou Saret genossen wir die Gastfreundschaft bei Ottavio, jeden Abend mit Hausgemachten Pasta etc. Daneben konnten wir tolle Skitouren unternehmen, am Samstag und Sonntag hatten wir jeweils noch zahlreiche Begleiter - danach waren wir weitgehend alleine unterwegs und das lag weder am Wetter noch an den Verhältnissen!
Mit dem Gebietswechsel nach Chianale am Fuss des Colle dell Agnello wechselte leider auch bald das Wetter. Noch eine herrliche Sulztour auf die Rocca Bianca war uns gegönnt, danach mussten wir wiederum von der guten Küche der Locanda Peiro Groso leben.
Ja man könnte sich an die gute Küche von Paola und Andrea gewöhnen - auch hier gehörten neben alle den anderen lokalen Köstlichkeiten selbstgemachte Pasta zu Tagesprogramm.
 
Am Gipfel der Rocca la Marchisa

Après-Ski beim Rifugio Meleze

beim Apèro-Plättli...

Abfahrt vom Bassa di Terrarossa

Aufstieg zum Pic delle Sagneres

Kurz vor dem Gipfel des Pic delle Sagneres

Gipfel des Pic delle Sagneres mit dem
 dominanten Monviso im Hintergrund

"in den middle of nowhere"
auf der Rocca Bianca 

Sulzabfahrt - ein Hochgenuss

Dessertkreation alla Peiro Groso
 
 
Wieder Zuhause brauchte es ein paar Tage damit sich auch die Seele vom Val Varaita zurückgefunden hatte. Die ungewöhnliche Wärme lockte für erste Klettereien. Nach fast genau dreissig Jahren war ich wieder einmal am Gerstelgrat. Einfache Kletterei mit alpinem Charakter in der wunderschöner Landschaft im oberen Baselbiet und trotz Sonne und Wärme ganz alleine?!...
 
am Gerstelgrat
 
 
Ostern und schönes Wetter?...tja zwei Dinge die in vielen Jahren nicht zusammenpassen.
Letztes Jahr haben wir den Joker gezogen - dieses Jahr mit dem Lukmanierpass auch!
Unser Quartier war Mutschnengia oberhalb Curaglia im gut geführten und preiswerten Hotel Cuntera. Von dort ist man in rund 20min. mit dem PW am Ausgangspunkt zahlreicher Touren. Unsere Gipfel waren Pizzo dell'Uomo, Pizzo del Sole und Pizzo d'Era.
Tolle erstaunlich einsame Touren (an den Ostertagen...) mit sehr schönen Sulzabfahrten.
 
Am Gipfel des Pizzo dell'Uomo

Blick in die Leventina vom Pizzo del Sole

Am Gipfelgrat des Pizzo d'Era

auf dem Gipfel, rechts im Hintergrund Campo Tencia

Sulzabfahrt

Hallo ich bin auch noch da!
Ostermontag - der Winter meldet sich zurück
 
 
Am Ostermontag und auch jetzt meldet sich der Winter in den Bergen zurück, ganz sicher ein spannendes Saisonfinal mit genug Schnee im Hochgebirge steht bevor!...
Mehr dann dazu demnächst wieder auf diesem Blog.